Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Ortsgruppe Marbach

Tour de Verkehrswende 2026

Die „Tour de Verkehrswende“ führt vom 7. bis 16. August 2026 von Schwerin über Hannover und Magdeburg bis nach Dessau. Sie verläuft durch drei Bundesländer, in denen 2026 Landtags- bzw. Kommunalwahlen stattfinden.

Radfahrende bei der Tour de Verkehrswende 2026
Die „Tour de Verkehrswende“ führt 2026 von Schwerin über Hannover und Magdeburg bis nach Dessau. © Changing Cities

Bei der „Tour de Verkehrswende“ setzen sich Menschen auf dem Fahrrad für eine gerechte Verkehrswende ein. Sie fordern eine gleichberechtigte Verkehrsinfrastruktur, sichere und schnelle Radwege sowie einen barrierefreien öffentlichen Nahverkehr. Die sommerliche Protestfahrt unter dem Dach von Changing Cities e. V. findet bereits zum sechsten Mal statt.

Von Schwerin nach Dessau

Die Tour startet am 7. August 2026 in Schwerin und endet am 16. August 2026 in Dessau. Dazwischen stehen zahlreiche Zwischenstopps mit Kundgebungen, Diskussionsveranstaltungen, kulturellen Aktionen und Konzerten auf dem Programm.

Organisiert wird die Tour von der Berliner Verkehrsinitiative Changing Cities. Unter dem Motto einer echten Verkehrswende treffen die Teilnehmenden unterwegs lokale Initiativen, Vereine und engagierte Bürgerinnen und Bürger. Die Tagesetappen sind polizeibegleitet, gefahren wird gemeinsam auf asphaltierten Straßen mit moderatem Tempo. Für die Verpflegung sorgt eine mobile vegane Küche.

Interessierte können jederzeit für einzelne Aktionen und Etappen zur Tour dazustoßen oder die gesamte Strecke fahren.

Förderung nachhaltiger Mobilität gefordert

Die Organisatorinnen und Organisatoren kritisieren, dass die Verkehrspolitik in den vergangenen Jahrzehnten vor allem den Autoverkehr gefördert und entsprechend hohe Investitionen in die individuelle Motorisierung gelenkt habe. Angesichts der Klimakrise brauche es jedoch eine stärkere Förderung nachhaltiger Mobilitätsformen. Bus, Bahn, Tram sowie sichere Fuß- und Radwege müssten Menschen in Städten und ländlichen Regionen zuverlässig miteinander verbinden.

Im Mittelpunkt der Forderungen stehen drei zentrale Ziele:

  • Sicher sein: Kinder, ältere und in ihrer Mobilität eingeschränkte Menschen müssen sie gefahrlos nutzen können. Gute Verkehrsinfrastruktur kann schwere und tödliche Verletzungen verhindern und es mehr Menschen ermöglichen, zu Fuß oder mit dem Rad am Verkehr teilzunehmen.
  • Gesund sein: Körperlich aktive Mobilität, z. B. mit dem Fahrrad, fördert die Gesundheit und hilft beim Klimaschutz. Viele Menschen möchten sich mehr bewegen und so einen Beitrag leisten.
  • Gerecht sein: Jeder muss Zugang zu vielfältigen Mobilitätsangeboten haben. Der öffentliche Verkehr muss überall funktionieren und bezahlbar sein.

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